Betrug ist eine Straftat

Viele fragen sich, was ein Betrug eigentlich ist, denn schon das nicht bezahlen einer Rechnung kann als solches eingestuft werden. Vergessen ist dabei keine Ausrede, denn schon das nicht bezahlen von Essen in einem Restaurant wird als Zechprellerei bezeichnet. Das ist natürlich ein Betrug im ganz kleinen Stil, zieht aber ein Strafverfahren nach sich.

Betrug gibt es auch auf höchster krimineller Ebene, da ist von Beträgen in Millionen Höhe die Rede. Es ist allerdings nicht immer einfach, einen Betrug von Anfang an zu erkennen. Der größte Betrug und somit auch den größten Schaden richten Schwarzarbeiter an. Sie zahlen von ihrem Verdienst keine Steuern und wälzen dieses dann auf die anderen Bürger ab. Natürlich ist auch Steuerhinterziehung in Deutschland ein Thema, wovor sich nicht einmal Prominente freisprechen können.

Schwarze Schafe gibt es auch im Internet, da sich dieses als undurchsichtig verschleiert. Egal, um was es sich handelt, sollte jemand Waren online kaufen, sollte im Vorfeld genau recherchiert werden. Das ist einfach, denn seriöse Händler geben Kundenrezensionen bekannt und machen auch aus ihren sonstigen Geschäftspraktiken kein Geheimnis.

Wie können Betrüger im Internet erkannt werden?

Vorsicht bei einem Kauf, wenn Bewertungen fehlen oder es noch nicht viele davon gibt. Es sollte nie bei einem Verkäufer Ware bestellt werden, wenn dieser sich erst seit kurzer Zeit mit einem Account angemeldet hat. Gut erkennbar ist dieses an der Anzahl von Bewertungen, also Hände weg, wenn nicht genügend davon einzusehen sind.

Des Weiteren spielt der Sitz der Firma oder des Verkäufers eine wichtige Rolle. Ist dieser ansässig in China, Indonesien, Australien oder Rumänien kann davon ausgegangen werden, dass es sich um einen Betrüger handelt. In diesen Ländern existieren keine Identitätsüberprüfungen und so kann sich jeder schnell einmal anmelden ohne irgendetwas verkaufen zu wollen. Das überwiesene Geld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Was tun bei einer Abo Falle?

Das Internet ist für alles gut, jeder kann sich informieren, recherchieren, etwas verkaufen oder selber bestellen. Das ist nicht nur ziemlich einfach, sondern auch der bequemste Weg. Online gibt es auch die neueste Musik zum Herunterladen, Rezepte können eingesehen oder Bücher gelesen werden. Anbieter werben in diesen Fällen immer mit dem Motto „ kostenlos“, doch viele der angeboten Dinge stellen sich im Nachhinein als teure Abo Falle heraus.

Stutzig sollte der User werden, wenn Bankverbindungen preisgegeben werden sollen, bei der Adresse verhält es sich genauso. Bei kostenlosen Angeboten sind die Auskünfte nicht nötig und sollten auch nicht ins Netz gestellt werden.

Allerdings darf die Geschicklichkeit der Menschen nicht vergessen werden, denn viele von ihnen arbeiten nach einem ganz bestimmten Muster. Beispielsweise wird Werbung mit Gratis- Geschenken gemacht oder es wird mit Sach- und Geldgeschenken gelockt. Gewinnspiele sind ein gutes Beispiel, um an Adressen und Bankdaten heran zu kommen. Sind diese in Erfahrung gebracht, folgt bald danach die Ernüchterung, denn die vermeintlichen Kunden bekommen per E- Mail oder per Post eine gesalzene Rechnung. Widerspruch einzulegen hilft hier nur wenig, denn in der Regel handelt es sich um sogenannte Postfachfirmen, die ihren Sitz im Ausland haben und von der deutschen Justiz nicht belangt werden können.

Sich vor Betrug schützen

Im Strafgesetzbuch ist der Paragraph 263 zu finden, der den Vermögensvorteil als Vorspiegelung falscher Tatsachen beschreibt. Die Menschen die betrügen, heißen im Volksmund oft „ Nepper, Schlepper, Bauernfänger“. Sie richten nicht nur einen immens hohen Schaden an, sondern gehen auch mit großer Raffinesse vor.

Besonders vielfältig sind die Methoden, wenn es sich um einen Betrug an der Haustür handelt. In den meisten Fällen werden Senioren damit konfrontiert, wenn auf einmal ein Handwerker oder ein Spendensammler vor der Haustür steht. Auch Personen mit einem amtlich aussehenden Ausweis haben keine Skrupel, sich an alten Menschen zu vergreifen. Hier ist das vortäuschen falscher Tatsachen, als Spendensammlung oder Stromablesen vielfach der Grund, dass Ältere sie einfach in die Wohnung bitten. Mit der Ausrede auf die Toilette zu müssen oder Durst vortäuschen, verschaffen sie sich in kurzer Zeit den Vorteil, das sich die älteren Menschen in einen anderen Raum begeben und sie können dann seelenruhig Schränke durchsuchen.

Besonders beliebt ist der „ Enkeltrick“ geworden, wobei sich der vermeintliche Enkel am Telefon meldet und um eine größere Summe Geld bittet. Abgeholt werden soll es dann von einer Freundin oder einem Freund, da er selber nicht in der Lage ist zu kommen. Es ist bekannt, dass Senioren so schon um ihr gesamtes Vermögen gebracht wurden.

Kreditkartenbetrug leicht gemacht

In der heutigen Zeit wird vielfach mit „ Plastikgeld“ gezahlt. Gemeint ist damit die EC- oder Kreditkarte, wobei es hier für Verbrecher nicht allzu schwierig wird einen Betrug zu begehen. Überall, wo mit einer Karte gezahlt wird, sind Daten wie Kartennummer, Gültigkeitsdauer der Karte und Unterschrift bekannt. Diese Daten werden spätestens auf der Quittung sichtbar und mit jedem Bezahlen werden mehr Menschen mit den Daten vertraut gemacht.

Hierbei ist es wieder das Internet das die Hauptrolle spielt, denn schon jetzt nutzen mehr als 80 Prozent das Netz um Einkäufe zu tätigen. Daten werden durch unseriöse Händler entweder weitergegeben oder illegal genutzt.

Vorsicht ist besonders geboten, wenn gefälschte Mails auf dem Bildschirm sichtbar werden, die einen Anhang haben. Hier sind es in der Mehrzahl Inkasso Unternehmen, die ein Mahnverfahren androhen, wenn nicht ein bestimmter Betrag gezahlt wird. Die Betrüger kommen so schnell an Kartendaten, Passwörter und persönliche Daten heran.

Vorsichtsmaßnahmen

Es kann vorgebeugt werden, dass gilt besonders im Umgang mit der PIN. Sie sollte nie an eine andere Person weitergegeben werden und schon gar nicht auf einem Zettel zusammen mit der Karte im Portemonnaie stecken. Am zuverlässigsten ist es, die PIN auswendig zu lernen oder den Zettel mit ihr an einem anderen Platz aufzubewahren.

Beim Bezahlen mit der Karte oder wenn am Bankautomaten Bargeld abgehoben werden soll, ist darauf zu achten, dass die Eingabe der PIN nicht von anderen beobachtet wird. Auch sollte eine Aufforderung nicht beachtet werden, die besagt die PIN sollte mehrmals aufeinander folgend eingegeben werden.

Misstrauen sollte auch walten, wenn Unbekannte den Umtausch von Geld fordern. In vielen Fällen soll ein großer Schein in mehrere Kleine getauscht werden. Hierbei kann es sich durchaus um eine „ Blüte“, also Falschgeld handeln. Auch, wenn sie nicht gleich erkannt wird, handelt es sich um eine Straftat und ersetzt wird das Geld auch nirgendwo.